Die religiöse Autonomie der Individuen in der multireligiösen Gesellschaft der Gegenwart stellt auch den Religionsunterricht vor Herausforderungen: Um tatsächlich schülerorientiert zu sein, muss er sich neben der Schule auf die anderen Lernorte des Glaubens (Familie, peers, Gemeinde, Medien) und ihre Interdependenzen konzentrieren, verfügen sie doch alle über ein eigenes Konzept religiöser Bildung. Diese Einsichten sind auf Basis von Grundlagen der Systemtheorie zu gewinnen und mit den Erkenntnissen über die Biographie der Schülerinnen und Schüler zu ergänzen. Nur mit dieser systemischen Betrachtung kann adäquat danach geforscht werden, wie Kinder und Jugendliche ihren Glauben aufgrund der Erfahrungen ihrer Welt konstruieren.
Print ISSN: 1430-6921
Volume: 11, 06/2007
Pages: 1 - 18