Science.Online
Publisher and Institutes
Akademie Verlag
Deutsches Institut für Urbanistik
Oldenbourg Wissenschaftsverlag
Walter de Gruyter
Schattauer
You are here: Home :: Area CULI :: Religious studies
 
Karl-Hermann Kandler

Dietrich von Freiberg und die arabische Philosophie

Zusammenfassung

Das Bekanntwerden der Schriften des Aristoteles im 13. Jahrhundert hat zu einer lebhaften Kommentierung seiner Schriften durch die abendländischen Philosophen und Theologen geführt. Zu ihnen zählt Dietrich von Freiberg. Es fällt auf, daß er häufig in seinen Schriften nicht nur den antiken Philosophen zitiert, sondern auch arabische Philosophen, vor allem Averroes. Das gilt für philosophische Fragen wie die Erkenntnislehre, kaum aber für theologische wie die Eschatologie.

Er scheut sich jedoch nicht, die Möglichkeit des selbständigen Bestehens der Akzidentien philosophisch zu untersuchen, da Thomas von Aquin das Transsubstantiationsdogma von 1215 philosophisch zu begründen versuchte. Er zieht, wie Thomas, Aristoteles und seinen arabischen Kommentator heran und weist nach, daß – philosophisch gesehen – die Abtrennbarkeit der Akzidentien von der Substanz unmöglich ist. Damit wird deutlich, daß jedenfalls mit Hilfe der aristotelisch-averroistischen Philosophie die Lehraussage des Transsubstantiationsdogma nicht bewiesen werden kann.

Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0028-3517
Volume: 48, 08/2006
Pages: 99 - 108

Show full article (external site)

Show all available items of this journal