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Gabriele Schönian, Amer Al-Jawabreh, Wolfgang Presber

Zur Diagnostik der Leishmania-Infektionen. Diagnosis of Leishmania infections

Keywords: Anzucht, Kala Azar, Leishmaniosen, Mikroskopie, Orientbeule, PCR, culture, leishmaniases, microscopy, oriental sore

Zusammenfassung

Zusammenfassung Mehr als 20 Leishmanien-Spezies sind für den Menschen pathogen. Leishmaniosen kommen in über 100 Ländern endemisch vor. In den letzten Jahren haben sie in Südeuropa auch eine besondere Bedeutung als Erreger von Koinfektionen mit HIV erlangt. Neben der Einschleppung der Krankheit durch infizierte Personen oder Hunde erscheint auch eine Übertragung des Erregers in Deutschland selbst möglich. Damit gewinnt die Diagnostik von Leishmaniosen an Bedeutung.

Der mikroskopische Nachweis der Erreger in Bioptaten (Ulkusrand, Lymphknoten, Knochenmark, Milz und Leber) ist der Goldstandard. Neben einigen Antigen- und Antikörpernachweisen bei generalisierten Erkrankungen werden immer häufiger PCR-Nachweise eingesetzt. Vorteile der PCR sind ihre hohe Empfindlichkeit und hohe Spezifität wie auch die Tatsache, dass sie eine Speziesoder sogar Subspezies-Diagnose ermöglicht. Auch auf Filterpapier getrocknete Proben oder Giemsa-gefärbte Objektträger sind als Untersuchungsmaterial geeignet.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 28, 12/2004
Pages: 498 - 505

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