Science.Online
Publisher and Institutes
Akademie Verlag
Deutsches Institut für Urbanistik
Oldenbourg Wissenschaftsverlag
Walter de Gruyter
Schattauer
You are here: Home :: Area NEM :: Medical science :: Human medicine
 
Elizabeth Valentine-Thon, Hans-Walter Schiwara

Validierung des MELISA®-Tests zum Nachweis einer Metallüberempfindlichkeit. Validity of MELISA® for metal sensitivity testing

Keywords: Lymphozyten-Transformations-Test, MELISA®-Test, Metallunverträglichkeit, Nickel, Queck-silber, lymphocyte transformation test, mercury, metal allergy

Zusammenfassung

Zusammenfassung In dieser Studie wurden Reproduzierbarkeit, Sensitivität, Spezifität und Zuverlässigkeit des MELISA®-Tests zum Nachweis von Metallüberempfindlichkeiten bei Patienten mit klinischen Symptomen einer Typ IV-Allergie gegen Metalle untersucht.

Von 250 Patienten wurde Blut im MELISA® gegen bis zu 20 Metalle in 2 bis 3 verschiedenen Konzentrationen getestet. Häufigkeit und Verteilung positiver Testergebnisse, Sensitivität und Spezifität des Tests bei Patienten mit und ohne gesicherte oder vermutete Nickelallergie sowie die Bedeutung der Lymphozytenzahl und der Konzentration von anorganischem Quecksilber im Testsystem wurden untersucht. Darüberhinaus wurden für die Reproduzierbarkeitstestung 196 MELISA®-Tests im Doppelansatz durchgeführt und die Intra- und Interassay-Variationen bei Patienten mit positivem Epikutan-Test für die entsprechenden Metalle bestimmt.

Von den 250 Patienten reagierten 26% gegen kein Metall, 36% gegen 1, 15% gegen 2, 12% gegen 3, 6% gegen 4 und 5% gegen ?5 Metalle positiv im MELISA®-Test. Die positiven Ergebnisse gegen die einzelnen Metalle wiesen folgende Häufigkeiten auf: Nickel (73%), Titan (42%), Cadmium (18%), Gold (17%), Palladium (13%), Blei (11%), Beryllium (9%), anorganisches Quecksilber (8%), Zinn (8%) und Phenylquecksilber (6%). Alle Patienten, bei denen eine Nickelallergie vermutet oder gesichert wurde (n=15), reagierten im MELISA®-Test positiv, während Patienten ohne Verdacht auf eine Nickelallergie entweder negativ (n=6) oder sehr schwach positiv (n=4) reagierten. Die Reaktivität des MELISA®-Tests hängt von der Lymphozytenkonzentration ab: je höher die Lymphozytenkonzentration im Test, desto stärker die Reaktion. Eine Konzentration von >0,5 ?g/ml anorganischem Quecksilber verursacht bei den meisten Patienten eine nicht antigen-spezifische (mitogene) Reaktion. Die Reproduzierbarkeit betrug 94% bei einem Stimulationsindex von ?3 und 99% bei einem Index von ?5 als Cut-off. Während die absoluten Intra- und Interassay-Stimulations-Indices variieren können, sind die qualitativen Ergebnisse in hohem Grade reproduzierbar.

Der MELISA®-Test ist also reproduzierbar, sensitiv, spezifisch und zuverlässig für den Nachweis einer Metall-unverträglichkeit bei gegen Metalle sensibilisierten Patienten.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 28, 12/2004
Pages: 525 - 533

Show full article (external site)

Show all available items of this journal