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Volker Fingerle, Bettina Wilske

Mikrobiologische Diagnostik der Lyme-Borreliose / Microbiological diagnostics of Lyme borreliosis

Keywords: Borrelia burgdorferi, Line blot, Lyme-Borreliose, Lymphozyten-Transformationstest, serologische Diagnostik, Lyme borreliosis, Lymphocyte-transformation test, serological diagnosis

Zusammenfassung Die Multisystemerkrankung Lyme-Borreliose wird in Europa durch mindestens vier verschiedene Borrelia burgdorferi sensu lato Spezies verursacht. Die genetische und antigenetische Heterogenitt der Erreger muss deshalb bei der Entwicklung diagnostischer Methoden bercksichtigt werden. Die serologische Diagnostik soll als Stufendiagnostik durchgefhrt werden. Als Suchtest wird ein sensitiver, IgG und IgM differenzierender ELISA empfohlen, der nur bei Reaktivitt durch den Immunoblot besttigt werden soll. Nur bei positivem Immunoblot kann von einem positiven Antikrpernachweis ausgegangen werden. Die Sensitivitt liegt bei 20 bis 50 im Stadium I, 70 bis 90 im Stadium II und nahe 100 im Stadium III. Der Einsatz rekombinanter Antigene, wie z.B. primr in vivo exprimierter Proteine wie VlsE oder Homologe immundominanter Antigene verschiedener Stmme (z.B. DbpA), fhrt zu einer deutlichen Verbesserung der serologischen Diagnostik. Der auf spezielle Indikationen beschrnkte Erregernachweis (Kultur und PCR) kann aus Hautbiopsien, Liquor und Gelenkpunktaten oder biopsien durchgefhrt werden. Die Sensitivitt liegt bei 50 bis 70 fr Hautbiopsien oder Gelenkpunktate (letztere nur PCR) und bei 10 bis 30 fr Liquorproben. Nicht empfohlen werden Antigentests aus Krperflssigkeiten, PCR aus Urin oder Blut/Serum, Lymphozyten-Transformationstest, Nachweis CD3 negativer/CD57 positiver Lymphozyten und Untersuchung von vom Menschen entfernten Zecken auf Borrelien, um daraus eine Indikation zur Antibiotikaprophylaxe herzuleiten.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 31, 06/2007
Pages: 141 - 148

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