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Holger F. Rabenau, Gudrun Werwatz, Gerlinde Teuber, Rene Gottschalk, Sabine Wicker, Annemarie Berger, Hans Wilhelm Doerr

Fallbericht eines falsch-positiven Hepatitis C-Virus-diagnostischen Befundes mit weitreichenden Folgen Case report on a false positive hepatitis C diagnostic result with far-reaching consequences

Keywords: Hepatitis C-Virus (HCV), Labordi-agnostik, hepatitis C virus (HCV), laboratory diagnostics

Zusammenfassung

Im vorliegenden Fall wird von einer Fehldiagnose auf der Grundlage eines falsch-reaktiven Anti-HCV-Tests und eines falsch-reaktiven HCV-Nukleinsäureamplifikationstests (NAT) berichtet, die bei einem 58-jährigen chirurgischen Oberarzt im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung im krankenhauseigenen Labor gestellt wurde und zu einem knapp zweimonatigen Berufsverbot führte. Basis dieser Fehldiagnose war ein wiederholt schwach reaktiver HCV-Antikörper-ELISA, der mit einem Nukleinsäureamplifikationstest, der ebenfalls schwach positiv ausfiel, überprüft wurde. Ein Antikörperbestätigungs- bzw. Ergänzungstest (Immunoblot) wurde nicht durchgeführt. Die Fehldiagnose ist jedoch nicht durch einen Testfehler, sondern durch ein Missverständnis entstanden, indem beim Kliniker zwei Laborindizien zu einem Beweis aufsummiert wurden.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 29, 10/2005
Pages: 393 - 394

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