Science.Online
Publisher and Institutes
Akademie Verlag
Deutsches Institut für Urbanistik
Oldenbourg Wissenschaftsverlag
Walter de Gruyter
Schattauer
You are here: Home :: Area NEM :: Medical science :: Human medicine
 
Regina Allwinn, Bernard Weber

Das Respiratory Syncytial Virus (RSV): Epidemiologie, Klinik und Labordiagnose Respiratory Syncytial Virus (RSV): epidemiology, clinical manifestations and laboratory diagnosis

Keywords: Bronchiolitis, Enzyme Linked Immunosorbent Assay (ELISA), Immunsuppression, Komplementbindungsreaktion (KBR), Paramyxoviridae, complement fixation assay (CF), immunosuppression

Zusammenfassung

Infektionen mit dem Respiratory Syncytial Virus (RSV) sind weltweit die bedeutendsten Atemwegserkrankungen im Säuglings- und Kindesalter. Die RS-Viren werden durch Schmierinfektionen und Aerosole übertragen, der Mensch ist das einzige Erregerreservoir. Im Säuglings- und Kleinkindalter finden gehäuft RSV-Infektionen statt. Mit zwei Jahren sind bereits 95% der Kinder seropositiv. Maternale Antikörper gewährleisten im Säuglingsalter keinen ausreichenden Nestschutz. Es ist von keiner sicheren Immunität auszugehen, daher sind Reinfektionen die Regel. Der Häufigkeitsgipfel der RSV-Infektionen liegt in den Winter- und Frühlingsmonaten. Frühgeborene, immundefiziente und immunsupprimierte Patienten können das Virus mehrere Wochen ausscheiden. RSV-Infektionen verursachen zumeist Bronchitis, Bronchiolitis oder Pneumonie. Die Methode der Wahl ist der Erregernachweis über eine Virusisolierung in der Zellkultur im akuten Erkrankungsfall. Benötigt wird Nasenspülwasser oder ein tiefer Rachenabstrich. Auf einen schnellen Transport unter gekühlten Bedingungen ist zu achten (4°C). Die Antikörpernachweise (Serologie) sind die Methode der Wahl für die epidemiologischen Auswertungen und weniger für die Akutdiagnostik geeignet. Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 6 Abs. 3 sind dem Gesundheitsamt gehäuft auftretende RSV-Infektionen zu melden. Die Therapie erfolgt symptomatisch; in schweren Fällen kann Ribavirin als Aerosol eingesetzt werden. Eine passive Immunisierung mit humanen Antikörpern gegen RSV kann bei Kindern mit erhöhtem Infektionsrisiko i.v. verabreicht werden (RespiGam). Auch sind monoklonale Antikörper gegen RSV (Palivizumab) prophylaktisch wirksam.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 30, 03/2006
Pages: 13 - 17

Show full article (external site)

Show all available items of this journal