Zusammenfassung Fragestellung: Das Ziel der deskriptiven Analyse war es, eine Korrelation zwischen erhhten Werten von carcinoembryonalem Antigen (CEA) und Cancer Antigen (CA) 15-3 und dem Fortschreiten der Erkrankung bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom zu zeigen. Patienten und Methoden: Fr die Studie wurden die Krankengeschichten und Befunde von Patientinnen retrospektiv analysiert, die im Zeitraum Januar 1992 bis Dezember 2004 im Klinikum Mnchen Grohadern behandelt wurden. Wir evaluierten CEA- und CA 15-3-Werte von 71 Patientinnen zum Zeitpunkt der ersten Fernmetastasierung (1. FM), von 85 Patientinnen zum Zeitpunkt der 1. Tumorprogression (1. PD), sowie von 86, 72, 62 und 47 Patientinnen zum Zeitpunkt der folgenden Tumorprogressionen (2. PD bis 5. PD). Dabei war es mglich, dass Patientinnen mehrmals in die Auswertung eingingen. Ergebnisse: Es zeigte sich sowohl ein Ansteigen von CEA als auch von CA 15-3 in Korrelation zur Anzahl der Tumorprogressionen (PD). Zum Zeitpunkt der 1. FM ergaben sich Mediane von 2,7ng/mL fr CEA und 43,8 U/mL fr CA 15-3. Beim erneuten Progress einer bekannten Metastasierung oder Auftreten einer zustzlichen Metastasierung (1. PD-5. PD) wurden folgende Mediane fr CEA/CA 15-3 beobachtet: 2,8ng/mL/44,7U/mL beim 1. PD; 4,1ng/mL/65,4U/mL beim 2. PD; 5,2ng/mL/94 U/mL beim 3. PD; 8,2ng/mL/97U/mL beim 4. PD und 8,8ng/mL bzw. 139U/mL beim 5. PD. Analog dazu stieg die Sensitivitt fr das Erkennen von Fernmetastasen sowohl fr CEA als auch fr CA 15-3. Die Kombination beider Tumormarker fhrte im Laufe der Tumorerkrankung zu einer Verbesserung der Sensitivitt von 80,3 zum Zeitpunkt der 1. FM bis zu 95,7 zum Zeitpunkt der 5. PD. Schlussfolgerung: Es besteht eine Korrelation zwischen der Hhe von CEA und/oder CA 15-3 und dem Fortschreiten der Tumorerkrankung. Dabei fhrt die Kombination beider Tumormarker zu einer deutlichen Verbesserung der Sensitivitt.
Print ISSN: 0025-8466
Volume: 31, 04/2007
Pages: 70 - 75