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G. Lutze, S. Kropf

Blutungszeit in vitro am PFA-100®: Präanalytik bei der Blutentnahme / Bleeding time in vitro measured by the PFA-100® system: Pre-analytical conditions for blood collection

Keywords: Blutentnahme, PFA-100®, Plättchenfunktion, Präanalytik, blood collection, Platelet function, pre-analysis

Zusammenfassung

Zusammenfassung Bei Wiederholungsuntersuchungen am Plättchenfunktionsanalyzer PFA-100® (Dade Behring) können die Citratblut-Verschlusszeiten bei derselben Person in kurzem zeitlichen Abstand oder auch bei derselben Blutentnahme stark variieren. In dieser Arbeit wurden bestimmte präanalytische Faktoren überprüft bzw. neu untersucht. Die Abhängigkeit von der Citratkonzentration (0,105 mol/l oder 0,129 mol/l), die sich in signifikant unterschiedlichen Referenzbereichen ausdrückte, konnte bestätigt werden. Bei Anwendung verschiedener Blutentnahmetechniken (freies Einlaufen, Monovetten, Vacutainer, Kanülen ohne Schlauch, Butterfly) waren die Mittelwerte und Standardabweichungen der Gesamtheit aller Probanden einer Gruppe vergleichbar. Bei Einzelpersonen unterschieden sich die Ergebnisse dagegen oft stark. Von beträchtlichem Ausmaß waren häufig auch die Differenzen zwischen Doppelbestimmungen. Die mehrfaktorielle Varianzanalyse bestätigte letztere als Hauptursache für die beobachteten Differenzen, nicht die Entnahmetechniken selbst. Bei Vergleichs- und Verlaufsuntersuchungen sind Änderungen zwischen zwei Messungen mit Kollagen-Epinephrin-Messzellen erst dann als deutlich zu betrachten, wenn die Verschlusszeiten um mindestens 50 Sekunden differieren. Verantwortlich hierfür können Chargenunterschiede der Messzellen, Unterschiede der Einzelmesszellen innerhalb einer Charge oder eine Variabilität des individuellen Aperturverschlusses sein. Die PFA-100®-Methode ist daher eher als “halbquantitativ” zu bezeichnen.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 28, 10/2004
Pages: 463 - 469

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