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Michael Kiehntopf, Robert Siegmund, Thomas Deufel

Anwendung der SELDI-TOF-Massenspektrometrie zur Identifizierung neuer Biomarker: Mglichkeiten und Grenzen / Application of SELDI-TOF-mass spectrometry for biomarker identification: potentials and limitations

Keywords: Biomarkeridentifizierung, Massenspektrometrie, Proteinprofile, proteomics, SELDI-TOF-MS, biomarker identification, Mass spectrometry, protein profiling

Zusammenfassung Die SELDI-TOF-Massenspektrometrie (MS) ist eine der wichtigsten aktuell verfgbaren Technologien zur Hochdurchsatzanalyse von komplexen Proteinmischungen. In zahlreichen Untersuchungen der letzten Jahre konnte gezeigt werden, dass sich durch die Methode des vergleichenden Proteinprofilings mittels SELDI-TOF-MS neue Wege in der diagnostischen Proteinanalytik und insbesondere in der Identifizierung neuer Biomarker beschreiten lassen. Gleichzeitig haben diese Untersuchungen aber auch die Grenzen der Methode verdeutlicht und die besondere Bedeutung der Standardisierung und Qualittskontrolle sowohl der pranalytischen und analytischen Einflussfaktoren, als auch der nachfolgenden bioinformatischen Auswertung belegt. So hat sich gezeigt, dass das Studiendesign, die Auswahl entsprechender Kontrollgruppen und die Verwendung besonderer, aus der Analyse von Microarraydaten bekannter, statistischer Methoden eine wesentliche Bedeutung fr die Reduktion der Rate falsch-signifikanter Peaks haben. Obwohl eine essentielle Forderung zur Validierung der in Pilotstudien identifizierten potentiellen diagnostischen Peakmuster darin besteht, diese in entsprechend groen prospektiven und multizentrischen Studien zu validieren, mangelt es in einer Vielzahl von Studien gerade daran. Bevor diese Untersuchungen nicht in ausreichendem Mae durchgefhrt und an einer greren Anzahl von Fragestellungen gezeigt werden konnte, dass sich die unter standardisierten Bedingungen erhobenen Proteinprofile auch noch Monate/Jahre spter unabhngig vom Untersucher und dem verwendeten Gert reproduzierbar zur Unterscheidung distinkter Patientenpopulationen verwenden lassen, ist die Translation dieser Technologie in die klinische Routinediagnostik potentiell mglich, aber nicht konkret absehbar.

LaboratoriumsMedizin, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0025-8466
Volume: 31, 06/2007
Pages: 93 - 108

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