Anabole Wirkstoffe wie Steroidhormone gehören zu den am häufigsten detektierten Dopingsubstanzen in Urinproben von Leistungssportlern. Klassische Nachweisverfahren basieren auf der Zielanalytik verbotener Substanzen bzw. deren Metaboliten mittels Gas-Chromatographie/Massenspektrometrie. Diese Nachweisverfahren werden heutzutage durch modernere flüssigkeitschromatographisch-massenspektrometrische Verfahren ergänzt, die sich im Besonderen für den Nachweis thermisch instabiler Steroide eignen. Tandem-Massenspektrometrie erlaubt zudem die Bestimmung strukturverwandter modifizierter Steroide, deren genaue Komposition den Dopingkontrollinstituten möglicherweise unbekannt ist, wie z.B. im Falle der sogenannten Designersteroide. Umfangreiche Studien zum Fragmentierungsverhalten bestimmter Steroidnuklei sowie sensitive und selektive Massenspektrometer haben deutlich zur Verbesserung der Nachweise verbotener Wirkstoffe in Urinproben beigetragen, indem sogenannte
Print ISSN: 0025-8466
Volume: 30, 03/2006
Pages: 26 - 32