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Lutz A. Müller, Tobias E. Nowak, Michael Völk, Rocco P. Pitto, David Pfander, Raimund Forst, Rainer Schmidt, Stephan Eichinger

Analyse der periprothetischen femoralen Knochenreaktion nach zementfreier Hüftendoprothetik mittels computertomographiegestützter Osteodensitometrie in vivo: 6-Jahres-Follow-up / Analysis of the periprosthetic femoral bone reaction after

Keywords: Computertomographie, Osteodensitometrie, zementfreie Hüftendoprothetik, computertomography, osteodensitometry, uncemeted total hip arthroplasty

Zusammenfassung

Ziel: Mittels computertomographisch gestützter Osteodensitometrie wurden prospektiv sowohl die spongiöse als auch die kortikale periprothetische femorale Knochenreaktion durchschnittlich 1 und 6 Jahre nach Implantation einer zementfreien Hüft-Totalendoprothese analysiert.

Material und Methode: 21 Patienten (Ø Alter bei Implantation: 52 Jahre) mit Coxarthrose wurden 21 zementfreie Hüftendoprothesen mit einem dreidimensionalen, keilförmigen Schaftdesign implantiert. Die Patienten wurden durchschnittlich 10 Tage, 1 und 6 Jahre postoperativ klinisch, radiologisch sowie mit computertomographisch gestützter Osteodensitometrie untersucht. Kortikale und spongiöse Knochendichte wurden mittels spezieller Software automatisch ausgewertet.

Ergebnisse: Im proximalen Schaftbereich wurde eine im zeitlichen Verlauf progressive kortikale (Ø -15% 1 Jahr, -25% 6 Jahre post-OP) und spongiöse (Ø -26% 1 Jahr, -49% 6 Jahre post-OP) Knochendichteabnahme beobachtet. Der kortikale Knochendichteverlust war im mittleren (Ø -7% 1 Jahr, -9% 6 Jahre post-OP) und distalen (Ø -6% 1 Jahr, -4% 6 Jahre post-OP) Schaftbereich geringer und nicht progressiv. Alle Hüftendoprothesen zeigten konventionell radiologisch keine Lockerung sowie nach dem Harris-Hip-Score gute klinische Ergebnisse.

Schlussfolgerung: Die computertomographisch gestützte Osteodensitometrie ermöglicht als einzige Methode eine differenzierte Beurteilung periprothetischer spongiöser und kortikaler Knochendichteveränderungen in vivo. Der analysierte, zementfrei implantierte Hüftendoprothesenschaft verankert sich diaphysär bis distal. Durch die geänderte biomechanische Belastungssituation nach Prothesenimplantation konnte erstmalig ein progressiver spongiöser Knochendichteverlust im proximalen Schaftbereich in vivo gemessen werden, dessen Stellenwert beim Vorgang der aseptischen Prothesenlockerungen noch unbekannt ist und Anlass für weitere Untersuchungen sein muss.

Biomedizinische Technik, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0013-5585
Volume: 51, 09/2006
Pages: 139 - 144

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