Das Fettgewebe wurde lange Zeit nur als Energiespeicher angesehen. Untersuchungen der letzten Jahre identifizierten jedoch das Fettgewebe als ein hochaktives metabolisches und endokrines Organ. Neben dem Metabolismus von Sexual- und Glukokortikoidhormonen werden vom Fettgewebe zahlreiche bioaktive Peptide sezerniert, welche als Adipokine bzw. Adipozytokine bezeichnet werden. Adiponektin, welches paradoxerweise bei adipösen Patienten erniedrigt ist, zeigt die höchste Plasmakonzentration unter den Adipokinen und hat eine protektive Wirkung bezüglich des metabolischen Syndroms und assoziierter kardiovaskulärer Erkrankungen. In diesem Übersichtsartikel wird das derzeitige Wissen über die pathophysiologischen Wirkungen des Adiponektins zusammengefasst und eine mögliche diagnostische und therapeutische Bedeutung dieses Adipokins diskutiert.
Print ISSN: 0025-8466
Volume: 30, 08/2006
Pages: 187 - 191