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Wissenszurechnung im Strafrecht – dargestellt am Straftatbestand des Betruges

I. Einleitung

Die Problematik der Wissenszurechnung im Zivilrecht war in den vergangenen Jahren Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Hingegen ist sie im Strafrecht, namentlich beim Straftatbestand des Betruges, bislang nur am Rande diskutiert worden. Soweit ersichtlich, wird die Wissenszurechung erstmals bei Tiedemann in seinem Beitrag zum Vergleichsbetrug aus dem Jahre 1983 näher angesprochen. Erwähnung findet das Thema ferner etwa in Beiträgen von Gössel, Kindhäuser und Rengier. In jüngerer Zeit sind nunmehr zwei höchstrichterliche Entscheidungen ergangen, in denen die Frage der Wissenszurechnung ausdrücklich aufgeworfen wird.

Zeitschrift für die Gesamte Strafrechtswissenschaft, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0084-5310
Volume: 116, 06/2004
Pages: 15 - 34

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