Das in Europa vorherrschende und durch die 2. Gesellschaftsrechtliche Richtlinie der EG („Kapitalrichtlinie“) für Aktiengesellschaften in weitem Umfang verbindliche System des Kapitalschutzes ist seit einiger Zeit in den Fokus der akademischen Kritik und mittlerweile auch ins Visier des Gesetzgebers geraten: Auf nationaler Ebene sind – durch die europarechtlichen Vorgaben beschränkt auf die der GmbH vergleichbaren Gesellschaften – in manchen Mitgliedstaaten Reformen bereits in Kraft getreten bzw. stehen Gesetzesänderungen unmittelbar bevor, und auf europäischer Ebene könnte es ebenfalls zu Änderungen des Kapitalschutzsystems kommen.
Print ISSN: 0340-2479
Volume: 35, 09/2006
Pages: 638 - 682