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Hans Raab

Probleme bei der Immobilienverwertung aus der Sicht des Insolvenzverwalters

I. Vorbemerkung

Die Verwertung von Immobilien ist in den letzten Jahren immer problematischer geworden. War in den 70-er Jahren die Immobilie noch ein Vermögenswert, der ständig wuchs und vielfach als Altersicherung diente, so hat sich dies gerade ins Gegenteil gekehrt.

Darin liegt auch die Problematik für die Beteiligten: Die Grundpfandgläubiger haben früher die Immobilie entsprechend der damaligen Immobilienmarktlage zumeist höher eingeschätzt und sie entsprechend ihrer Einschätzung beliehen. Trotz in der Zwischenzeit erfolgter Abzahlungen konnte der Werteverfall nicht eingeholt werden und die Immobilie ist im Verwertungsfall in der Insolvenz bis über den Schornstein hinaus mit valutierten Grundpfandrechten belastet. Der Insolvenzverwalter muss daher von vornherein davon ausgehen, dass er bei der Verwertung nur Arbeit aufwenden muss und keine Aussicht hat, Beträge zur Masse zu ziehen. Darüber hinaus kommen mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf den Insolvenzverwalter durch die Immobilie erhebliche Risiken zu.

Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und Insolvenzrecht, Walter de Gruyter

Print ISSN: 1439-1589
Volume: 16, 05/2006
Pages: 234 - 239

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