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Daniel M Krause

Konzerninternes Cash Management – der Fall Bremer Vulkan Neue Ansätze bei der Untreue (§ 266 StGB) und ihre Konsequenzen für die Praxis

1. Konzerninternes Cash Management

Im Rahmen eines zentralen Cash Managements werden alle im Konzern vorhandenen liquiden Mittel bei der Konzernmuttergesellschaft oder einer speziellen Finanzierungsgesellschaft zusammengefasst (sog. physisches Cash Pooling). Die einzelnen abhängigen Gesellschaften geben ihre überschüssige Liquidität dorthin ab und erhalten von dort für ihren Liquiditätsbedarf Kredite. Banktechnisch wird dieses Vorgehen regelmäßig so abgewickelt, dass die positiven oder negativen Salden der Konten aller beteiligten Konzerngesellschaften tagesaktuell zu Gunsten oder zu Lasten des Kontos der Konzernmutter bzw. der Finanzierungsgesellschaft (sog. »Masterkonto«) auf Null gestellt werden (sog. »Zero Balancing«). Dieses Vorgehen führt dazu, dass die Konzerngesellschaften ihrerseits je nach Bereitstellung oder Inanspruchnahme von Liquidität bei der Konzernmuttergesellschaft bzw. der Finanzierungsgesellschaft Guthaben oder Kreditverbindlichkeiten besitzen.

Juristische Rundschau, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0022-6920
Volume: 2006, 02/2006
Pages: 51 - 57

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