Eineinhalb Tage material- und ideenreicher Referate und fruchtbarer Gespräche zu dem hochkomplexen Thema unserer Tagung haben neue Gedanken und Anregungen eingebracht, welche die Wissenschaft und Praxis noch längere Zeit beschäftigen werden. Trotz der Vielzahl der Einzelfragen und Aspekte kann man sagen, alle zielten wie durch eine Linse gebündelte Strahlen auf den einen Brennpunkt Rechtfertigung oder Reform der Vorschriften über die Kapitalausstattung der GmbH. Ich habe mich zu den Einzelfragen nicht geäußert, sondern zugehört und darum bemüht, des Stand der Diskussionen aufzunehmen. Es wäre daher unfein, hier nunmehr Versäumtes nach Art eines zusammenfassenden Schlussworts nachtragen zu wollen. Doch ist dies auch nicht meine Absicht. Wenn ich mich trotzdem gedrängt fühle, an dieser Stelle noch einige grundsätzliche und auch kritische Gedanken zum Thema zu äußern, die sich bei mir im Verlauf dieser Tage herauskristallisiert haben, so deshalb, weil sie gewisse Engführungen und Grenzen aufzeigen, denen die üblichen Argumentationswege unterliegen.
Print ISSN: 0340-2479
Volume: 35, 07/2006
Pages: 494 - 498