Science.Online
Publisher and Institutes
Akademie Verlag
Deutsches Institut für Urbanistik
Oldenbourg Wissenschaftsverlag
Walter de Gruyter
Schattauer
You are here: Home :: Area JESP :: Jurisprudence
 
Jess-Mara Silva Snchez

Die Unerwünschten als Feinde: Die Exklusion von Menschen aus dem status personae

I. Einführung

1. Feinde und Nicht-Personen

Ein guter Teil der strafrechtlichen Diskussion des letzten Jahrzehnts ist auf zwei grundlegende, von Jakobs eingeführte Unterscheidungen zurückzuführen. Erstens soll auf dem Gebiet der Kriminalpolitik zwischen einem „Bürgerstrafrecht“ und einem „Feindstrafrecht“ zu differenzieren sein. Und zweitens sei unter rechtsphilosophischen und, darauf aufbauend, dogmatischen Gesichtspunkten im (Straf)Recht zwischen „Personen“ und „Nicht-Personen“ zu differenzieren. Beide Unterscheidungen sind nicht deckungsgleich; vielmehr lassen sie sich theoretisch in beliebiger Weise kombinieren. Denkbar wären damit sowohl ein „Bürger(straf)recht für Personen“ als auch ein „Bürger(straf)recht für Nicht-Personen“ und genauso ein „Feind(straf)recht für Personen“ wie ein „Feind(straf)recht für Nicht-Personen“.

Zeitschrift für die Gesamte Strafrechtswissenschaft, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0084-5310
Volume: 118, 11/2006
Pages: 547 - 573

Show full article (external site)

Show all available items of this journal