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Thorsten Graeber

Die Auswahl und Bestellung des Insolvenzverwalters

– Zum Verhältnis zwischen Insolvenzrichter, Insolvenzverwaltern und Bewerbern sowie der Notwendigkeit einer Selbstorganisation der Insolvenzverwalter und Treuhänder –

I. Einleitung

Der Umgang der Praxis mit der Auswahl des Insolvenzverwalters, die Möglichkeiten eines Bewerbers von einem Insolvenzgericht als Insolvenzverwalter bestellt zu werden und die Folgerungen aus Bestellungsablehnungen waren in den letzten Jahren Gegenstand von teilweise heftig geführten Diskussionen. Während noch vor Jahrzehnten die Konkursgerichte Schwierigkeiten hatten, überhaupt Personen zu finden, die bereit waren, die als unrühmlich anzusehende Tätigkeit eines Konkursverwalters zu übernehmen, ist in den letzten Jahren ein Umschwung dahingehend festzustellen, dass es äußerst reizvoll zu sein scheint, Insolvenzverwalter zu werden. Der Punkt, an dem die Gerichte allen Bewerbern Aufträge erteilen konnten, ist lange vorbei. Die Frustration vieler Bewerber, nicht wunschgemäß an einem von ihnen ausgesuchten Insolvenzgericht als Insolvenzverwalter bestellt zu werden, hat im Ergebnis dazu geführt, dass die nun über einhundert Jahre alte Bestellungspraxis der Gerichte zu überprüfen war.

Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und Insolvenzrecht, Walter de Gruyter

Print ISSN: 1439-1589
Volume: 15, 04/2005
Pages: 177 - 189

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