Science.Online
Publisher and Institutes
Akademie Verlag
Deutsches Institut für Urbanistik
Oldenbourg Wissenschaftsverlag
Walter de Gruyter
Schattauer
You are here: Home :: Area JESP :: Jurisprudence
 

BGH v. 1. 12. 2005 – III ZR 191/03, Internationale Zuständigkeit und anwendbares Recht bei Gewinnmitteilungen aus dem Ausland (mit Abhandlung Blobel/Rösler)

§§ 269, 661 a BGB; Art. 34 EGBGB; Art. 5 Abs. 1 Hs. 1 EuGVÜ; Art. 5 Nr. 1 lit. a und c Brüssel I-VO

a) Für die Klage aus einer Gewinnzusage (§ 661 a BGB), die nicht zu einer Warenbestellung geführt hat, ist der internationale Gerichtsstand des Vertrags (Art. 5 Nr. 1 Hs. 1 EuGVÜ) eröffnet.

b) Der Ort, »an dem die Verpflichtung erfüllt worden ist oder zu erfüllen wäre« (Art. 5 Nr. 1 Hs. 1 EuGVÜ), ergibt sich aus dem – nach dem internationalen Privatrecht des angerufenen Gerichts – zu bestimmenden nationalen Recht.

c) Art. 34 des (deutschen) EGBGB beruft für die Entscheidung über Ansprüche aus Gewinnmitteilungen das deutsche Recht (§ 661 a BGB).

d) Der nach deutschem Recht bestimmte Ort, »an dem die Verpflichtung erfüllt worden ist oder zu erfüllen wäre« (Art. 5 Nr. 1 Hs. 1 EuGVÜ), liegt im Fall der Gewinnzusage (§ 661 a BGB) am Wohnsitz des Adressaten der Gewinnzusage.

Urt. des BGH v. 1. 12. 2005 – III ZR 191/03.

Juristische Rundschau, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0022-6920
Volume: 2006, 11/2006
Pages: 464 - 467

Show full article (external site)

Show all available items of this journal