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Martin Probst

BGH v. 13. 4. 2005 – XII ZR 273/02, Rangefolge der Unterhaltsansprüche privilegierter Kinder und Ehegatten aus neuer Ehe (Probst)

§§ 1577 Abs. 2, 1578, 1582, 1609 Abs. 2, BGB

a) Treffen im Mangelfall minderjährige unverheiratete oder privilegierte volljährige Kinder (§ 1603 Abs. 2 BGB) mit einem nach § 1582 BGB bevorrechtigten geschiedenen Ehegatten zusammen, ist der Unterhaltsanspruch eines neuen Ehegatten auch dann nachrangig, wenn der geschiedene Ehegatte seinen Unterhaltsanspruch nicht geltend macht (Fortführung des Senatsurteils BGHZ 104, 158 = FamRZ 1988, 705).

b) Erzielt der Unterhaltsberechtigte überobligationsmäßige Einkünfte, ist nur der unterhaltsrelevante Teil des so erzielten Einkommens in die Additions- bzw. Differenzmethode einzubeziehen. Der nicht unterhaltsrelevante Teil bleibt bei der Unterhaltsermittlung vollständig unberücksichtigt (Fortführung der Senatsurteile BGHZ 148, 368 = FamRZ 2001, 1687 und vom 22. 1. 2003 – XII ZR 186/01 – FamRZ 2003, 518).

Urt. des BGH v. 13. 4. 2005 – XII ZR 273/02.

Juristische Rundschau, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0022-6920
Volume: 2006, 08/2006
Pages: 335 - 340

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