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Andreas Piekenbrock

BGH v. 13.12.2004 – II ZR 249/03 Gehörsrüge gegen Berufungsurteil analog § 321 a ZPO (Piekenbrock)

§§ 321 a, 544 ZPO

a) Gegen ein unter Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG ergangenes Berufungsurteil findet eine Gehörsrüge in entsprechender Anwendung des § 321 a ZPO auch dann nicht statt, wenn das Berufungsgericht die Revision nicht zugelassen hat, diese Entscheidung aber einer Nichtzulassungsbeschwerde gemäß §§ 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO i. V. m. § 26 Nr. 8 EGZPO unterliegt.

b) Macht eine Prozeßpartei nach Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde auf eine mit dem Hinweis auf prozessuale Risiken verbundene Anregung des Berufungsgerichts zusätzlich von einer nach § 321 a ZPO nicht statthaften Gehörsrüge Gebrauch, ist diese nicht nach dem Meistbegünstigungsgrundsatz als zulässig zu behandeln (Abgrenzung zu BGH, Urt. v. 5.11.2003 – VIII ZR 10/03, NJW 2004, 1598).

Urt. des BGH v. 13.12.2004 – II ZR 249/03

Juristische Rundschau, Walter de Gruyter

Print ISSN: 0022-6920
Volume: 2005, 11/2005
Pages: 455 - 458

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