BGB § 823; StGB § 266a
Urteil vom 25.9.2006 – II ZR 108/05
Der Geschäftsführer einer GmbH ist wegen Vorenthaltens von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung auch dann gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V. m. § 266 a StGB haftungsrechtlich verantwortlich, wenn die GmbH zwar zum Fälligkeitszeitpunkt nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, er es widrig unterlassen hat, die Erfüllung dieser Verpflichtung durch Bildung von Rücklagen, notfalls auch durch Kürzung der Nettolohnzahlung sicherzustellen (st. Rspr. vgl. BGHZ 134, 304, 309).
(Vorgehend: AG Stadthagen, 27.10.2004 – 41 C 253; LG Bückeburg, 8.3.2005 – 2 S 71)
Print ISSN: 1439-1589
Volume: 17, 05/2007
Pages: 239 - 240