In der Älteren Eisenzeit erscheint im Zusammenhang mit der Sachkultur skythischer Prägung der Szentes-Vekerzug-Gruppe eine besonders markante Form an bronzenen, mitunter auch knöchernen, kreuzförmigen Beschlägen, die in der Forschung vielfach diskutiert worden ist. Die Mehrzahl der Autoren identifizierte die kreuzförmigen Beschläge als Verzierung oder Aufhängungselement am Köcher des Bogenschützens. Mit Ausblick auf archäologische Befunde und einer Reliefdarstellung in der Apadãna von Persepolis wird im folgenden Text diese Interpretation untermauert. Zudem wird gezeigt, daß das Aufkommen dieser Gegenstandsgruppe bereits früher, und zwar um die Mitte und im Verlauf der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. anzunehmen ist und nicht wie bislang im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Dies bezieht sich auch auf die mit den Beschlägen vergesellschafteten Gegenstände, unter denen besonders Eisentrensen vom Typ Szentes-Vekerzug eine weitere Leitform des Vekerzug-Komplexes darstellen. Die kreuzförmigen Beschläge erscheinen als eine karpatenländische Schöpfung der dort ansässigen Gruppen skythischer Prägung.
Print ISSN: 0079-4848
Volume: 82, 05/2007
Pages: 66 - 84